Genesis hat in seiner ersten WEC-Saison sportliches Potenzial gezeigt, muss es aber verlässlicher in Ergebnisse umsetzen. Das ist die zentrale Aussage von Teamchef Cyril Abiteboul im veröffentlichten WEC-Interview vor Barcelona. Fuji lieferte dafür ein anschauliches Beispiel.
Die beiden GMR-001 standen in Japan auf den Startplätzen drei und fünf. Die Nummer 19 blieb während des Rennens im Umfeld der Podestkandidaten. Späte Durchfahrtsstrafen gegen beide Autos warfen das Team jedoch zurück, sodass es ohne Punkte abreiste.
Bei der Nummer 17 ging es um die Missachtung der schwarz-orangen Flagge, bei der Nummer 19 um zu hohe Geschwindigkeit unter Gelb. Abiteboul sieht deshalb Handlungsbedarf bei Abläufen, Kommunikation und Ausführung. Das geringe Alter des Programms soll nicht als pauschale Entschuldigung dienen.
Auf der technischen Seite bewertet er zwei Rennen ohne Defekt als wichtigen Fortschritt. Für 2027 soll daraus eine stabilere Grundlage entstehen, um regelmäßig zu punkten. Der Blick richtet sich somit weniger auf eine einzelne schnelle Runde als auf das Zusammenspiel aller Arbeitsschritte während eines Langstreckenrennens.
Quellen
Nachrichtenstand: 14.10.2026.
- FIA WEC: Cyril Abiteboul über GenesisVeröffentlicht am 14.10.2026
